Verlassener Ort

 

 

 

HERR SCHMIDT

25.01.2019 Bremen:    Gestern habe ich eine Wohnung dem Vermieter übergeben, in der bis vor kurzem ein alter Mann zusammen mit 40 Zierbarschen gelebt hat. Gelebt, verbracht, geschlafen auf seinem durchgesessenen Wohnzimmersofa – in dementer Paranoia vor einem nächtlichen Schattenmann. Nun, heute, leere Räume.  Dinge aus 70 Jahre-Leben, die die Wohnung ums Wohnzimmer herum zunehmend verstopft hatten, sind aus dem Haus herausgetragen und zur Deponie gebracht worden. Mit ihnen auch die Erinnerungen, die diese Dinge beseelten. Die Wohnung besenrein geleert – wie entehrt. Aber zum Glück wird er auch die Erinnerung vergessen.

Für einen Moment ein lost-place in der Vorstadt.

Der alte Mann lebt nun vis-a-vis an einen anderen Ort, den er ohne seine früheren Sinne nicht begreifen kann. Schon am ersten Tag ist er über die Gartenmauer ausgebüxt – fand auch den Weg zu seiner, jetzt aber für ihn schon verschlossene Wohnung; aber nicht mehr den Rückweg. In der Gegend einer Ausfallstraße fiel er einer Polizeistreife auf.

Danach, in dem fremden, aufgeräumten, lichthellen Heim, unter Seinesgleichen, schien er nichts mehr zu haben, womit er sich dem gänzlichen Vergessen hätte entgegenstemmen könnte. Er freut sich empfänglich über jeden Besuch, um lachend-genant einzuräumen, dass er überhaupt nicht wüsste, wer vor ihm stünde. “Ich heiße wie Sie“, sage ich dann immer – laut. Dann lacht Herr Schmidt noch mehr – ich habe ihn nie raten lassen, wie ich heiße.

Mann mit cubanischer Zigarre

 

 

12.10.2018 Ein Ausschnitt einer Hauswand in Amsterdam, 90 Grad gegen den Uhrzeiger gedreht: Es erscheint ein Mann mit einer Zigarre. Durch nicht nachvollziehbare Zufälligkeiten entstanden und doch als wäre hier ein abstraktes Bild gewollt gestaltet worden.

CDF

 

 

07.04.2018 Über dem Meer braut sich ein ein Gewitter zusammen – frei nach Casper David Friedrich. Oder konkret: Eine Kreide-Tafel vor einem Restaurant in  Hannover

Dancer

 

 

16.06.2018 Buskers/Straßenmusik FESTIVAL in Braunschweig. Der Bärtige hat´s genossen: das Tanzen und das Fotografiert-werden.

Mach TAU Mann

 

 

12.05.2018 Die neue Kamera geht einem langsam besser von der Hand – der Seilmacher auf der Rum-Regatta in Flensburg werkelt dagegen mit Routine und Können. Bin noch nicht mit den s/w Abzügen zufriefen.

Servietten FALTER

 

 

07.04.2018 Lange galt er als ausgestorben – nun wurde er in Hannover wieder entdeckt: Der Servierten-FALTER. Mit neuer Kamera im Sprengel-Museum zu Hannover

Kleine Wintermusik

 

 

27.02.2018 Heute habe ich gelernt: Wenn man im Schnee blitzt, reflektieren die Schneeflocken und wenn man lange im Schnee fotografiert, bekommt man sehr kalte Finger. Was aber, wenn man im Schnee stundenlang Musik macht…….?

 

RUBENS Rache

 

 

14.02.2018 Einen Tag zum Fotografieren nach Hamburg – ein Foto mitgebracht; der übliche „Fotojagderfolg“ eines Tages  Das Bild gibt nicht sofort sein Geheimnis – sprich sein Ursprung preis: VERRÄTSELT eben. Ich nenne es „Rubens Rache“.

 

Kratz-Büste

 

27.08.2017_ Künstlerausstellung im alten Güterbahnhof in Bremen. Mit dem Rücken zur Kunst – eine abgekratzte Wand – auf den Kopf gestellt: Ein Büste. FotoKUNST

Keinen SCHRITT zu viel

 

27.08.2017 _ Bremen – Güterbahnhof. Die Wirkung entsteht durch den BLITZ. Nichts ist auf dem Bild zu viel: auch nicht der kleine rot-weiße (!) Fleck auf dem Boden neben dem Rechteck.

Intensiver Moment / intensives Bild

 

10.06.17 – Athen. Das ist ein (farbige) s/w Bild, wie ich es mag und wie sie häufiger zu analogen Zeiten entstanden sind. Eine Lichtquelle in der Dunkelheit. Missgeschicklich habe ich das Ton-Aufnahmegerät nicht in Funktion bekommen – viel Gitarrenmusik habe ich dadurch verloren – ein Stück konnte ich noch aufnehmen. Danach ist Gregorie nach Hause gegangen. Fotografieren und Tonaufnahmen, da braucht´s zwei rechte Hände…. und Zeit.  Ort: Unterhalb der Akropolis – wo denn sonst.

O.T (noch)

 

11.06.2017 – Athen. Erst hat der Ladeneigentümer des Antiquariates mir verboten, es zu fotografieren. Dann fand er das Motiv wohl doch zu profan, den Gegenstand sowieso unverkäuflich und den Fotografen ziemlich plemplem; und ich biete es heute an als New Photo Art.